Wenn sich eine gute Idee selbst zunichte macht

Eine Filmkritik von Focus (2015)

Gesehen am 22. Februar 2020 auf Netflix

Focus ist ein Heist-Movie aus dem Jahre 2015, der sich um einen professionellen Trickbetrüger und dessen Schülerin dreht. Verkörpert werden diese durch Will Smith, der hier noch cooler ist als sonst und Margot Robbie, die hier das stereotypische Pendant dazu spielt. Man könnte den beiden Hauptdarstellern vorwerfen, ihre Figuren zu überspitzt zu spielen, jedoch liegt dies auch zu einem grossen Teil am Drehbuch, welches mehr auf Plot twists setzt als auf Charakterentwicklung. So wird zwar versucht eine Romanze aufzubauen, die einen aber trotz der guten Chemie zwischen Mister Obercool und seinem Fräulein eher kalt lässt.

Um auf die zuvor erwähnten Plot twists zurückzukommen, möchte ich anmerken, dass diese schlicht und einfach nicht in ihrer Ganzheit funktionieren, da durch die Gegebenheiten des Films stetig mit ihnen gerechnet werden muss und man sie als Zuschauer regelrecht erwartet. Der Fakt, dass es gegen Ende hin nur so von solchen Wendungen wimmelt, macht das Ganze nicht besser.

Generell ist die zweite Hälfte eher belanglos und nicht innovativ, ganz im Gegenteil zur ersten Hälfte, die mit einigen grossartigen Szenen im Stile  der Ocean’s Reihe daherkommt und einem eine Menge Spass bereiten kann.

Mit einem Budget von geschätzt 50’100’000 $ sollte es technisch gesehen keine Macken geben, was hier definitiv auch der Fall ist. Der Look des Films ist auf einem hohen Niveau und einige Shots sind sogar recht kreativ.

Zusammenfassend kann man also sagen dass Focus definitiv kein Film ist den man gesehen haben muss, einem, und besonders Fans des Genres, durchaus unterhaltsame ein dreiviertel Stunden bescheren kann.

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